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Edurne Estévez

Projektmanagement, GeoVille GmbH

Edurne Estévez ist Projektmanagerin bei der GeoVille GmbH in Innsbruck und hat sich auf die Anwendung von Erdbeobachtungsdaten zur Bewältigung von Klima- und Umweltproblemen spezialisiert. Im Rahmen des von der FFG (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft) finanzierten GTIF-AT-EA-Projekts konzentriert sich ihre Arbeit auf die Auswirkungen des Klimawandels auf den Tourismussektor. Im Mittelpunkt des Projekts steht insbesondere die Entwicklung eines „Climate Change Explorer for Tourism“, einer digitalen Plattform, die Klimaindikatoren, Satellitendaten und Tourismusdaten integriert, um verschiedene Akteure der Tourismusbranche bei der Bewertung von Risiken und Chancen zu unterstützen und eine klimaresilientere Entscheidungsfindung zu ermöglichen.

Edurne Estevez
Edurne EstévezProjektmanagement, GeoVille GmbH
10.11.2026

Die Zukunft lässt sich nicht vorhersagen – aber die Art und Weise, wie wir über Zukunft nachdenken, beeinflusst die Entscheidungen, die wir heute treffen. Angesichts von Klimawandel, technologischer Beschleunigung, gesellschaftlichen Spannungen und demografischen Veränderungen stehen Destinationen vor der Herausforderung, ihre Rolle in einer zunehmend unsicheren Welt neu zu definieren. Dabei reicht es nicht aus, bestehende Systeme zu optimieren. Gefragt ist die Fähigkeit, grundlegende Annahmen zu hinterfragen, alternative Zukunftsbilder zu entwickeln und den eigenen Purpose unter veränderten Rahmenbedingungen zu überprüfen.

Dieser Themenblock versteht Futures Thinking nicht als Prognoseinstrument, sondern als strategische Praxis. Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Zukunftskompetenz dazu beitragen kann, den „Why“ einer Destination zu schärfen, langfristige Orientierung zu schaffen und Transformation aktiv zu gestalten. Welche Zukunftsbilder leiten unser Handeln? Welche Annahmen über Wachstum, Mobilität, Lebensqualität oder Erfolg prägen touristische Entscheidungen – und sind diese noch tragfähig? Wie können Szenarien, Daten, Künstliche Intelligenz und Futures-Methoden genutzt werden, um nicht nur effizienter, sondern auch sinnvoller und resilienter zu handeln?

Internationale Perspektiven aus Futures Research, Datenanalyse und Destinationsmanagement zeigen, wie Zukunftsdenken dabei helfen kann, strategische Entscheidungen zu hinterfragen, neue Handlungsspielräume zu eröffnen und regenerative Formen des Tourismus denkbar zu machen. Die anschließende Diskussion vertieft die Frage, wie Destinationen ihren Purpose auch unter Unsicherheit langfristig handlungsleitend machen können.

Framing Keynote: Joshua Ryan-Saha, Edinburgh Futures Institute

Österreichisches Good Practice: Edurne Estevez, Geoville – CCET

Anschließende Podiumsdiskussion: Joshua Ryan-Saha, Edinburgh Futures Institute / Edurne Estevez, Geoville – CCET / Franziska Sunderlund, Visit Düsseldorf / Nicole Ortler, Tirol Werbung

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