Kulturerbe ist weit mehr als historische Kulisse oder touristischer Fotospot. Zwischen Schutzauftrag, Identität, Lebensraum und touristischer Nutzung entstehen laufend Spannungsfelder: Wie viel Besuch verträgt ein sensibler Ort? Wann wird Tradition zur Inszenierung? Und wie können Welt- und Kulturerbe so vermittelt werden, dass daraus echte Erlebnisse statt bloßer Konsummomente entstehen?
Im Workshop werfen wir einen praxisnahen Blick auf materielles und immaterielles Kulturerbe – von Welterbestätten über Handwerk bis hin zu gelebten Bräuchen – und diskutieren deren Bedeutung für Tourismus, Regionen und Gesellschaft. Anhand konkreter Beispiele aus Österreich reflektieren wir Fragen zu Nachhaltigkeit, Besucher:innenlenkung, wirtschaftlicher Wertschöpfung und zielgruppenorientierter Angebotsentwicklung.
Die Teilnehmer:innen erhalten praktische Anknüpfungspunkte für den Umgang mit Welt- und Kulturerbe in ihrer eigenen Destination und entwickeln einen kritischeren Blick auf die Frage, wie aus kulturellem Erbe qualitätsvolle und glaubwürdige touristische Erlebnisse entstehen können.
Durch den Workshop führt Doris Rom.

