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Programm
STiAS 2026
Ulrike Rauch-Keschmann eröffnet den zweiten Tag des STiAS mit einer Vorschau auf die bevorstehenden Programmpunkte und setzt die thematischen Schwerpunkte fort, die am ersten Tag begonnen wurden.
Warum das „Warum“ hinter wirtschaftlichem Handeln so entscheidend ist und wie die österreichische Tourismuswirtschaft ihre Produkte stets gekonnt an Zukunftsvisionen anpasst, spricht Bundesspartenobfrau Susanne Kraus-Winkler in ihrem Impulsvortrag an.
Diese Co-Creation Session lädt dazu ein, Tourismusangebote neu zu denken: Welche Denkweisen und Prinzipien braucht es, damit Angebote nicht nur Nachfrage bedienen, sondern Orte stärken und für alle Beteiligten Mehrwert schaffen? Andreas Koch und Ulf Sonntag beleuchten diese Frage aus unterschiedlichen Perspektiven und eröffnen einen Raum für Austausch und kritische Reflexion.
Im Mittelpunkt steht die aktive Beteiligung der Teilnehmer:innen. Die Session verbindet kurze Reflexionsphasen mit dem Einbringen von Erfahrungen aus unterschiedlichen Organisationen und der gemeinsamen Auseinandersetzung mit aktuellen Herausforderungen im Tourismus.
Praxisbeispiele zeigen, wie neue Ansätze konkret umgesetzt werden können. Ziel der Session ist es, Orientierung zu bieten und Impulse zu setzen, damit Ideen entstehen, die sich im eigenen Kontext praktisch erproben lassen.
Wie können Landwirtschaft und Tourismus gemeinsam regionale Wertschöpfung stärken? Am Beispiel des Pilotprojekts TUI Field to Fork in Tirol zeigt Dagmar Lund-Durlacher, wie regenerative Landwirtschaft, regionale Lebensmittelproduktion und Tourismus zu resilienten Wertschöpfungsketten verbunden werden. Im Mittelpunkt stehen neue Partnerschaften, nachhaltige Genusserlebnisse für Gäste und ein Modell, das auf weitere Destinationen in Österreich übertragbar ist.
Kulturerbe ist weit mehr als historische Kulisse oder touristischer Fotospot. Zwischen Schutzauftrag, Identität, Lebensraum und touristischer Nutzung entstehen laufend Spannungsfelder: Wie viel Besuch verträgt ein sensibler Ort? Wann wird Tradition zur Inszenierung? Und wie können Welt- und Kulturerbe so vermittelt werden, dass daraus echte Erlebnisse statt bloßer Konsummomente entstehen?
Im Workshop werfen wir einen praxisnahen Blick auf materielles und immaterielles Kulturerbe – von Welterbestätten über Handwerk bis hin zu gelebten Bräuchen – und diskutieren deren Bedeutung für Tourismus, Regionen und Gesellschaft. Anhand konkreter Beispiele aus Österreich reflektieren wir Fragen zu Nachhaltigkeit, Besucher:innenlenkung, wirtschaftlicher Wertschöpfung und zielgruppenorientierter Angebotsentwicklung.
Die Teilnehmer:innen erhalten praktische Anknüpfungspunkte für den Umgang mit Welt- und Kulturerbe in ihrer eigenen Destination und entwickeln einen kritischeren Blick auf die Frage, wie aus kulturellem Erbe qualitätsvolle und glaubwürdige touristische Erlebnisse entstehen können.
Durch den Workshop führt Doris Rom.
Ganzjahrestourismus ist der zentrale Hebel für nachhaltige Tourismusentwicklung. Doch wie gelingt es uns, diesen Anspruch auch glaubwürdig zu kommunizieren? Zwischen strategischen Zielen, unterschiedlichen Stakeholdern und vielfältigen Märkten entsteht oft eine Lücke zwischen dem „Warum“ und dem, was tatsächlich beim Gast ankommt.
In diesem Workshop gehen wir der Frage nach, was das echte „WHY“ hinter Ganzjahrestourismus ist und wie sich daraus eine Kommunikation entwickeln lässt, die relevant, nachvollziehbar und in Richtung unterschiedlicher Zielgruppen wie Gäste, Betriebe, Stakeholder und Bewohner:innen wirksam ist.
Gemeinsam reflektieren wir bestehende Narrative, hinterfragen gängige Kommunikationsmuster und erarbeiten konkrete Ansätze für ein glaubwürdiges Storytelling über Zielgruppen und Märkte hinweg.
Der Workshop schafft Orientierung für eine glaubwürdige Kommunikation von Ganzjahrestourismus und liefert erste konkrete Ansätze für starke, zielgruppenrelevante Geschichten jenseits gängiger Nachhaltigkeitsnarrative.
Durch den Workshop führen Thomas Kreidl und Ivana Walden.
Nachhaltigkeit im Unternehmen voranzubringen bedeutet oft, zwischen hohen Erwartungen, Widerständen und knappen Ressourcen zu navigieren. Gerade Menschen, die Veränderung treiben, stellen sich früher oder später die Frage: Warum eigentlich die ganze Mühe?
In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit der Rolle von Sinn und intrinsischer Motivation in der Nachhaltigkeitsarbeit. Wir schauen darauf, was erfolgreiche Veränderungsprozesse verbindet, warum Motivation nicht einfach „trainiert“ werden kann und wie das persönliche und unternehmerische WHY Orientierung, Energie und langfristige Wirksamkeit schaffen kann.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Nachhaltigkeit nicht nur als zusätzliche Aufgabe, sondern als sinnvoller und tragfähiger Teil der Unternehmenskultur verankert werden kann – mit mehr Klarheit, Wirksamkeit und Freude an der Zusammenarbeit.
Dieser Workshop wird in beiden Sessions angeboten. Max. Teilnehmer:innenzahl pro Session: 40 Personen. First come, first served.
Durch den Workshop führen Kerstin Dohnal und Julia Balatka.
Wie kann Forschung dazu beitragen, nachhaltigen Tourismus konkret weiterzuentwickeln? Und wie wird aus wissenschaftlichen Erkenntnissen praktisches Handlungswissen für Destinationen und Betriebe?
Der interaktive Workshop bringt Akteur:innen aus Forschung und Tourismuspraxis zusammen, um aktuelle Erkenntnisse zur nachhaltigen Tourismusentwicklung in Österreich zu diskutieren. Hochschulen und Universitäten präsentieren laufende Forschungsarbeiten und Praxisbeispiele zu zentralen Zukunftsfragen im Tourismus – von Besucher:innenmanagement über Lebensraumorientierung bis hin zu nachhaltiger Mobilität und regionaler Wertschöpfung.
Im Austausch zwischen Wissenschaft und Praxis stehen dabei nicht nur Ergebnisse, sondern vor allem deren Anwendbarkeit und Relevanz im Mittelpunkt. Kurzimpulse, Poster-Sessions und World-Café-Diskussionen schaffen Raum für Vernetzung, Perspektivenwechsel und neue Kooperationen.
Der Workshop macht evidenzbasierte Ansätze für nachhaltige Tourismusentwicklung sichtbar und zeigt, wie Forschung dazu beitragen kann, Nachhaltigkeit im touristischen Alltag konkreter, nachvollziehbarer und wirksamer zu gestalten.
Was passiert, wenn man eine Destination nicht nur für Gäste, sondern gemeinsam mit den Menschen vor Ort denkt?
Linz Tourismus setzt seit mehreren Jahren auf einen partizipativen Weg und gibt Einblicke in den Prozess: Von der gemeinsamen Entwicklung der Destinationsstrategie 2030, deren Umsetzung über die „Action Boards“ bis hin zur „Langen Tafel“ als Dialogformat mit Bürger*innen. Gemeinsam diskutieren wir, wie Beteiligung langfristig wirksam bleibt, welche Haltung dahintersteht und wie sich Menschen dauerhaft für Veränderung gewinnen lassen.
Durch den Workshop führt Liliane Grantl.
Nachhaltigkeit ist längst ein strategisches Zukunftsthema für Destinationen – doch wie lässt sich darüber kommunizieren, ohne in Allgemeinplätze, Überforderung oder Greenwashing-Vorwürfe zu geraten? Zwischen politischen Erwartungen, unterschiedlichen Stakeholder:innen und internationalen Gästemärkten braucht es Kommunikation, die Orientierung schafft, glaubwürdig wirkt und konkrete Relevanz vermittelt.
Im Workshop lernen die Teilnehmer:innen das „Destination Impact Kit“ kennen – eine praxisorientierte Toolbox für Nachhaltigkeitskommunikation im Tourismus. Anhand konkreter Leitthemen wie Mobilität, Besucher:innenlenkung, regionale Wertschöpfung oder Kultur diskutieren wir, wie Nachhaltigkeit verständlich, zielgruppenrelevant und wirksam vermittelt werden kann – nach innen wie nach außen.
Im Mittelpunkt stehen Fragen wie: Warum kommunizieren wir bestimmte Themen überhaupt? Welche Geschichten schaffen Akzeptanz statt Widerstand? Und wie gelingt es, Nachhaltigkeit sichtbar zu machen, ohne permanent von „Nachhaltigkeit“ sprechen zu müssen?
Die Teilnehmer:innen erhalten praktische Ansätze und Reflexionswerkzeuge für ihre eigene Destination – von strategischer Haltung über Zielgruppenlogik bis hin zu konkreten Kommunikationsideen für den touristischen Alltag.
Durch den Workshop führen Florian Größwang und Heidrun Gruber-Größwang.
Nachhaltigkeit im Unternehmen voranzubringen bedeutet oft, zwischen hohen Erwartungen, Widerständen und knappen Ressourcen zu navigieren. Gerade Menschen, die Veränderung treiben, stellen sich früher oder später die Frage: Warum eigentlich die ganze Mühe?
In diesem Workshop beschäftigen wir uns mit der Rolle von Sinn und intrinsischer Motivation in der Nachhaltigkeitsarbeit. Wir schauen darauf, was erfolgreiche Veränderungsprozesse verbindet, warum Motivation nicht einfach „trainiert“ werden kann und wie das persönliche und unternehmerische WHY Orientierung, Energie und langfristige Wirksamkeit schaffen kann.
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie Nachhaltigkeit nicht nur als zusätzliche Aufgabe, sondern als sinnvoller und tragfähiger Teil der Unternehmenskultur verankert werden kann – mit mehr Klarheit, Wirksamkeit und Freude an der Zusammenarbeit.
Dieser Workshop wird in beiden Sessions angeboten. Max. Teilnehmer:innenzahl pro Session: 40 Personen. First come, first served.
Durch den Workshop führen Kerstin Dohnal und Elena Paschinger.
Wie können Events zum Startpunkt für neue Mobilitätsangebote in Tourismusregionen werden? Der Trend Gig Tripping zeigt: Menschen reisen gezielt zu Events – von Marathons über Festivals bis zu Konzerten – bleiben länger und entdecken Destinationen neu. Genau darin liegt eine große Chance für Tourismusregionen: Events können nicht nur lokale und internationale Besucher:innen bewegen, sondern auch neue Mobilitätslösungen sichtbar, erlebbar und skalierbar machen.
Ziel des Workshops ist es, gemeinsam zu identifizieren, wie österreichische Regionen Events gezielt nutzen können, um neue Mobilitätsangebote zu gestalten, zu implementieren und langfristig wirksam zu machen. Anhand von 124 ready-to-implement Lösungen aus der europäischen Mobility & Tourism Innovations Initiative von POINT& sowie Aktivitäten rund um den Eurovision Song Contest werden konkrete Wege aufgezeigt, wie Events zu Umsetzungsbühnen für nachhaltige Mobilitätsangebote, neue Wertschöpfung und bessere Gästeerlebnisse werden können.
Anschließend an die parallel stattfindenden Workshops in der Vormittags und der Nachmittags-Session werden die wichtigsten Learnings und Erkenntnisse von Teilnehmenden und Workshop-Leiter:innen geteilt.
Mit dem „Destination Impact Kit“ steht Destinationen ab sofort eine neue praxisorientierte Toolbox für Nachhaltigkeitskommunikation zur Verfügung. Sie unterstützt dabei, Nachhaltigkeit glaubwürdig, verständlich und zielgruppenrelevant zu kommunizieren – gegenüber Gästen ebenso wie gegenüber Betrieben, Politik und Bevölkerung.
Bei STiAS wird das finale Produkt erstmals präsentiert: von den zentralen Leit-Themen und Kommunikationsprinzipien bis hin zum Aufbau der hybriden Toolbox aus analogen Workshop-Elementen und digitalen Vertiefungen. Besonderes Augenmerk liegt dabei auf der Frage, wie Nachhaltigkeitskommunikation je nach Herkunftsmarkt, kulturellem Kontext und Erwartungshaltung unterschiedlich gedacht und gestaltet werden kann.
Das Destination Impact Kit unterstützt Destinationen dabei, Nachhaltigkeit systematisch sichtbar zu machen, unterschiedliche Zielgruppen wirksam anzusprechen und Kommunikation differenziert, alltagsnah und ohne Greenwashing-Fallen weiterzuentwickeln.
Daten sind ein zentraler Baustein für fundierte Entscheidungen im Tourismus und schaffen die notwendige Grundlage für Transparenz, Steuerung und Wirkungsmessung. Gleichzeitig entfalten sie ihren Wert erst im Zusammenspiel mit klaren Zielsetzungen und einem gemeinsamen Verständnis von Nachhaltigkeit.
Welche Daten sind entscheidend, um nachhaltige Entwicklungen gezielt zu gestalten? Wie können datenbasierte Erkenntnisse so genutzt werden, dass sie nicht nur Effizienz steigern, sondern auch langfristige Wirkungen sichtbar machen und unterstützen?
Der Impuls zeigt, wie datengetriebene Ansätze Orientierung geben und dazu beitragen können, wertebasierte Entscheidungen im Tourismus systematisch zu untermauern – und damit das „Warum“ hinter nachhaltigem Handeln greifbarer zu machen.
Stefan Kreppel blickt mit uns zurück auf zwei ereignisreiche Tage voll mit innovativen Impulsen, anregenden Diskussionen und frischen Lösungsansätzen. An dieser Stelle lassen wir den dritten Sustainable Tourism in Austria Summit nochmal Revue passieren und richten anschließend den Blick nach vorn in eine nachhaltige Zukunft des Tourismus.
Zusätzlicher Programmhinweis
CTA on Track: Einsteigen, Austauschen, Weiterkommen
STiAS beginnt nicht in Linz, sondern bereits auf dem Weg dorthin.
Wer mit dem Zug anreist, hat die erste Entscheidung bereits getroffen. Genau das nehmen wir als Ausgangspunkt: Nachhaltige Mobilität bei Veranstaltungen ist eine der sichtbarsten Schnittstellen zwischen Haltung und Handlung, und gleichzeitig eine, an der viele Konzepte in der Praxis scheitern.
Im Workshop tauschen wir uns spielerisch über Motive, Hindernisse und reale Erfahrungen aus. Was ermöglicht nachhaltige Mobilität bei Events strukturell und was verhindert sie? Und was hat das mit dem eigenen WHY zu tun?
Der Zug nach Linz wird zum Gesprächsraum.
CTA on Track findet auf Deutsch statt.
Wann: 9. November 2026 nachmittags, Anreise Wien – Linz bzw. Innsbruck oder Salzburg – Linz
Für wen: Teilnehmende des STiAS 2026
Anmeldung: Im Rahmen der STiAS-Registrierung (max. 32 Plätze pro Strecke - first come, first served)